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Die historische Einordnung der Baudenkmale

Blumberg, an der alten Fernverkehrsstraße zwischen Berlin und Bad Freienwalde gelegen, gehörte zunächst zum Besitz der Brandenburger Bischöfe. Im Verlauf der Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte der Ort erstmals in die Hände eines märkischen Adelsgeschlechts. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel erwarb schließlich 1836 die Familie von Arnim das Blumberger Rittergut. Etwa ab 1840 wurden das alte Herrenhaus und der Park durch namhafte Architekten der Zeit umgestaltet.

Nordwestlich des Dorfes an der Birkholzer Straße wurde außerdem ein neuer Wirtschaftshof mit Verwalterhaus und mehreren Gutsarbeiterhäusern errichtet. Bis heute künden hier zahlreiche Gebäude von dieser damals entstandenen und später erweiterten Hofanlage. Zwei weitgehend unveränderte Wirtschaftsgebäude aus dieser Zeit präsentieren sich auf dem Grundstück Birkholzer Straße 3. Sie bildeten ursprünglich die südliche Randbebauung der Gutshofanlage. Der kleinere, traufständig zur Straße ausgerichtete Baukörper war als Stall mit Futterboden errichtet. Unmittelbar dahinter erhebt sich die giebelständig angeordnete und in sehr stattlichen Dimensionen ausgeführte ehemalige Gutsscheune.

Die Außenwände beider Gebäude zeigen im unteren Bereich sorgfältig zusammengefügtes Mauerwerk aus gespaltenem Feldstein. Darüber folgen im oberem Drittel rotes Ziegelmauerwerk und flache Satteldächer. Ebenfalls in rotem Ziegel sind sämtliche Gebäudeecken sowie die Rahmungen der Fenster, Lüftungsschlitze, Türen und Tore ausgeführt, die sich eindrucksvoll von den Feldsteinflächen abheben. Umlaufende Ziegelfriese und kleine Ziegelrosetten fungieren als Schmuck und Gliederungselemente.

Das einstige Stallgebäude wirkt durch sechs paarig angeordnete, rundbogige Fenster als besonderer Blickfang im Straßenraum. Kennzeichnendes Merkmal der Scheune sind die an der südlichen Längsseite schräg aufgemauerten Wandpfeiler, die die Länge des Bauwerks gliedern und die Höhe unterstreichen.

Scheune und einstiges Stallgebäude
Giebel der Scheune und ehemaliges Stallgebäude, heute Pension. Frühstücksraum vor der Scheune

Beide Gebäude gelten wegen ihrer baugeschichtlichen und ortsprägenden Rolle als Denkmale. Ihre Bausubstanz wurde nach 1990 rekonstruiert. Die Scheune erhielt einen Klinkerfußboden und wird als Campingwagenquartier genutzt. Aus dem Stallgebäude entstand eine moderne Pension mit drei Ferienwohnungen; der Speiseraum ist ein Anbau an die Giebelwand der Scheune, die unverputzt dem Raum ein einmaliges rustikales Flair gibt.

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